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BEING A WORKING MOM

Versand am Mai 09 2024, Artikel von Daniela Eigl

BEING A WORKING MOM

Passend zum Muttertag, den wir am Sonntag feiern, möchte ich euch im heutigen Blog Beitrag einen Einblick in meinen Alltag als Mama und Unternehmerin geben. Wie ich Kind, Haushalt, Selbstständigkeit und Familie unter einen Hut bekomme und warum es ganz wichtig ist um Hilfe zu bitten und nicht zu hohe Erwartungen an sich selbst zu haben.

Wie immer freue ich mich auch über eure Fragen und den Austausch mit euch. 

Seit nun bereits 1,5 Jahren habe ich das große Glück Mama des süßesten kleinen Lauser der Welt zu sein. Unser Sohn ist ein sehr aufgewecktes, neugieriges und aufmerksames Kind mit großem Wissendurst und großem Herzen. Er teilt gerne, ist extrem potschat (wie der Papa), merkt sich unglaublich schnell Dinge und Orte, weiß was er will (und nicht will) und gibt uns so eine tiefe und nie zuvor da gewesene Liebe, dass wir unser Glück jeden Tag aufs Neue nicht fassen können. Er ist die größte Bereicherung in unserem Leben und wir würden alles stehen und liegen lassen, um bei ihm zu sein. 

Das mal vorweg geschickt, ist mein Leben seit 1,5 Jahren so anstrengend wie noch nie. Was es bedeutet MAMA zu sein, kann man erst richtig begreifen, wenn man es ist. Die immense Verantwortung, die vielen To Do´s die man hat, das fremdbestimmte Leben, das man plötzlich nicht mehr steuern kann wie man es doch so lange Jahre gewohnt war und nicht zu vergessen - der wenige Schlaf! Die Gefühle gehen von PUREM GLÜCK bis hin zur PUREN ÜBERFORDERUNG. Eine Bandbreite, die man erst mal packen muss. 

Die meistens Mamas können sich in der Karenz zumindest im 1. Lebensjahr des Kindes voll und ganz auf diese neue Rolle und auf all die neuen Gefühle und Aufgaben einstellen. Bei mir haben sich die Gründung unseres Unternehmens und die Geburt unseres Sohnes allerdings ziemlich überschnitten, sodass ich mich keinesfalls komplett rausnehmen konnte bzw. auch nicht wollte. Denn auch unser Store und alles was daran hängt ist mein Baby, das gerade dabei ist zu wachsen und sich zu formen. 

Ich musste mich also zwei riesigen neuen Aufgaben gleichzeitig stellen und mich erstmal etwas eingrooven um das alles geschupft zu bekommen. Zum Glück habe ich den besten Ehemann und eine wahnsinnig tolle Familie, die uns großartig unterstützt und uns immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Ohne diese Hilfe, wäre das Ausmaß meiner/unserer Aufgaben nicht zu bewältigen. Um Hilfe zu bitten ist nicht immer einfach, denn ich bin ein sehr selbstständiger Mensch, der gerne vieles alleine schafft. Schnell habe ich jedoch bemerkt, dass nicht nur ich selbst, sondern auch meine zwei Babies darunter leiden. Natürlich wäre ich gerne 24/7 mit meinem Kind zusammen um keinen Meilenstein, kein neues Wort, keinen Schritt von ihm zu verpassen. Und genauso gern, wäre ich viel mehr im Büro und im Store, um am Erfolg unseres Unternehmens mitzuwirken und meine vielen vielen Ideen umzusetzen. Ich kann mich allerdings nicht zweiteilen. Das war anfangs extrem hart für mich. Abstriche machen zu müssen und nicht die "Leistung" erbringen zu können, die ich mir selbst auferlegt habe. Ich hab mich unter Druck gesetzt um allem gerecht zu werden (und tue das heute noch ab und an). Allerdings bitte ich heute, nach 1,5 Jahren schon viel leichter um Hilfe und bin auch etwas liebevoller zu mir selbst. Ich kann voller Überzeugung sagen, dass ich eine sehr gute Mama bin! Ich gebe mein Bestes und schaue immer darauf, dass die Bedürfnisse unseres Sohnes gesehen und erfüllt werden. Wenn er mal einen Tag lang bei Oma und Opa ist, weiß ich, dass er das beste Leben hat und es ihm an nichts fehlt. Das Gefühl ihn "abzuschieben" damit ich arbeiten gehen kann, ist längst verflogen, denn ER LIEBT DIESE TAGE mit Oma und Opa so sehr. Meine komischen Gedanken und Vorwürfe sind nur IN MEINEM KOPF und absolut nicht bei ihm.

Es gibt auch Tage, da nehme ich den kleinen Lauser mit zur Arbeit und mache eben an diesen Tagen nicht 100 Dinge, sondern mal nur 2-3 To do´s. Das was er zulässt und was möglich ist. Jeder Tag ist anders. Man muss sich, denke ich, von der Vorstellung verabschieden, dass man alles schaffen kann und mehr im Moment leben. Er schnappt sich irrsinnig gern den Besen und wirbelt damit durchs Büro. Manchmal malt er in seinem Malbuch, oft läuft er einfach durchs Lager und zieht jede Schnur und jeden Karton den er finden kann aus den Regalen. Wenn er mal quengelt und mehr Aufmerksamkeit braucht, kann ich eben gerade nicht am Laptop sitzen und Bestellungen machen, sondern spiele mit ihm und bin einfach für ihn da. Die Idealvorstellungen dürfen gerne mal über Board geworfen werden. Und am Ende des Tages, kann NICHTS so wichtig sein, dass es nicht auch morgen erledigt werden kann. 

Mittlerweile haben wir zum Glück auch im Store mehr Hilfe in Form von zwei Angestellten. Auch das nimmt enormen Druck raus und ermöglicht es mir mal einen Tag zuhause zu bleiben. Viele meiner Aufgaben kann ich auch von dort aus erledigen und meistens nutze ich seinen Mittagsschlaf um wichtige Dinge zu machen. Ich weiß ja nicht wie es bei euch ist, aber wenn er wach ist, kann ich GENAU NICHTS am Laptop oder Handy erledigen, ohne dass er die ganze Zeit drücken möchte :) Man muss eben gute Zeitfenster abpassen und sich davon verabschieden, dass man selbst das Timing bestimmt. GO WITH THE FLOW ist da mein Motto. 

Dinge wie Haushalt und Einkaufen erledige ich immer mit unserem kleinen Lauser zusammen. Er hilft mir beim Wäsche aufhängen, beim Geschirrspüler ausräumen, beim Saugen und Gießen. Und auch Einkaufen liebt er sehr. Seitdem er selbst gehen kann, verbinden wir unsere Einkäufe auch immer gleich mit kleinen "Hofrunden" wo er Steine sammelt und die Gegend erkundet. 

All diese Abläufe und Routinen waren aber nicht einfach da. Wir haben uns zu dritt als Familie langsam dieses neue Leben aufgebaut und sind da zusammen reingewachsen. Es ändert sich natürlich auch immer mal wieder. Mit dem Älterwerden kommen auch neue Routinen und nichts ist jeden Tag gleich. Außer unsere unendliche Liebe für dieses kleine Wesen. 

Wisst ihr, ich bin der "schau ma mal" Typ Mensch. Ich mach mir selten groß im Vorfeld tausend Gedanken wie was werden wird. Wir sehen es dann eh wenn es soweit ist. Ich kann euch nur sagen, nehmt den Druck etwas raus und habt nicht zu hohe Erwartungen an euch selbst. Keine Mama (oder Papa) ist perfekt. Wir dürfen auch Fehler machen und wir dürfen auch unsicher sein. Wir dürfen an uns zweifeln und vor Überforderung heulen ohne Ende. Das gehört alles dazu und in meinen Augen ist es auch für die Entwicklung des Kindes gut, wenn es mal negative Gefühle kennenlernt. Wie seht ihr das?

Im Herbst kommt unser Lauser schon in den Kindergarten. Das wird natürlich auch wieder vieles verändern. Täglich ein paar Stunden ungestört arbeiten können, wird mir bestimmt gut tun. Allerdings weiß ich jetzt schon, dass ich die intensive Zeit mit ihm auch vermissen werde. Alles hat zwei Seiten... 

Das MAMA SEIN hat mich jedenfalls verändert. Es hat mich definitiv stärker gemacht. So stark wie ich niemals dachte sein zu können. Ich bin wesentlich belastbarer geworden und arbeite effizienter. Ich habe mich selbst auf eine ganz neue Weise kennengelernt und unser Sohn macht mich zu einem Menschen, auf den ich extrem stolz bin. Ich liebe es seine Mama zu sein! 

Am Sonntag feiere ich bereits meinen 2. Muttertag und ich möchte an dieser Stelle bereits heute allen MAMAS sagen: seid einfach stolz auf euch und habt einen grandiosen MUTTERTAG! 

Lasst mir gerne eure Gedanken, Fragen, Anmerkungen oder sonstiges da. Ich freu mich über euer Feedback zu diesem sehr persönlichen Blog Beitrag.

Alles Liebe,

Dani

 

 

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